Ein neues Netzwerk muss her!

Eigentlich ist die Frage nach der richtigen Netzwerk-Infrastruktur schon so alt,  wie wir in unserem Haus hier wohnen. Ehrlicher Weise muss sagen war damals die einzige Frage wie bekommt man in alle Etagen Telefon, wenn die einzigen 2 Leitungspaare dafür benutzt wurden den Telefonanschluss aus dem Dachgeschoss (wir werden auch heute noch via Oberleitung versorgt) in das Erdgeschoss zu leiten wo das Telefon stand. Aber das ist eine andere Geschichte. Nur soviel, die Fritzbox und alle Servertechnik befinden sie heute bewusst im Dachgeschoss.

Fritz Wlan Repeater

Da ich immer ein Fan war gleiche Technik vom gleichen Hersteller zu kombinieren, startet ich den erste Versuch im ganzen Haus WLAN zu bekommen mit Repeatern von AVM. Damals gab es wahrscheinlich noch nicht mal den Begriff MESH, jedenfalls kannte ich ihn damals noch nicht. Man war ja froh überhaupt an allen Orten im Haus eine Netzwerkverbindung auf zu bauen. Grundsätzlich funktionierte das System auch, wenn auch nur immer für 5 bis 10 Tage. Danach musste ich immer einen der 2 verbauten Repeater für 10 Sekunden aus der Steckdose ziehen und dann neu starten. Das passierte natürlich immer dann wenn man nicht daheim war und die Familie einen schon mit schlechter Laune empfing um einen mitzuteilen das dass Internet nicht geht oder man dringend was Online brauchte und dann erst die übliche Prozedur abspulen musste 🙁

Also musste was anderes her, das war gerade die Zeit in welcher die Powerline-Adapter aufkamen. Eingestiegen bin ich mit einem Set von Devolo „dLAN Ethernet Highspeed 85“. Das Ganze war dann schon stabiler, aber das was dann auf der anderen Seite wirklich ankam stimmte nie mit der Bezeichnung des verwendeten Adapters überein – bis zum Schluss nicht! Dafür war die Entwicklungsgeschwindigkeit der Teile – jedenfalls was sie angeblich maximal leisten können sollten – enorm. Ich glaube ich habe 3 oder 4 Generationen verbaut. Zum Schluss bin ich dann aber auch wieder beim gleichen Hersteller gelandet. Was mich nur immer geärgert hat, die WLAN Ausleuchtung war mäßig und die Lebensdauer der Teile war auch nicht berauschend … jedenfalls bei uns nicht (5 oder 6 solcher Teile haben sich in Rauch aufgelöst).

Die Kollegen auf Arbeit fingen dann irgendwann mal an von echten MESH-Netzwerken zu reden und dabei fiel dann meistens das Stichwort „ubiquiti“. Das hatte ich dann aber schnell wieder aus den Augen verloren als AVM mittels Firmware-Update auch für ihre Fritzboxen MESH einführten. Glücklicherweise unterstützten die schon gekauften dLAN-Adpter auch per Update das neue MESH-System. Also eigentlich alles wieder gut.

Wie Man(n) ja so ist, wenn es einen nicht selbst betrifft ignoriert man ja das kleinlaute Gejammere der Kinder über schlechte Verbindung und Bandbreite … wer schaut schon Videos per WLAN 😎 Aber als durch Umbauarbeiten – mein Arbeitszimmer wanderte vom Dachgeschoss ins Obergeschoss – ich auf WLAN angewiesen war verstand ich was „die“ meinten. Ich war nach 1-2 Wochen so verärgert das ich zu allem bereit war. Dazu muss man noch sagen, das wir in ein paar Monaten Glasfaser in unseren Keller gelegt bekommen und ich sowieso beim Thema Verkabelung und Netzwerkinfrastruktur umdenken muss. Da fiel mir das alte Stichwort „ubiquiti“ wieder ein und ich suchte mir schon zusammen was ich alles brauch und wo ich es am günstigsten bekommen konnte. Aber irgendwie gefielen mir die baulichen Abmasse der Teile nicht und auch die Wandmontage war irgendwie nicht in meinem Sinne.

Eero Pro WiFi System PRO

Per Zufall stieß ich bei meiner Recherche auf die Eero Dinger und durch die Amazon Angebots-Woche waren sie auch preislich recht attraktiv. Dann noch paar Stunden durch Rezessionen und Testberichte gelesen und der Entschluss stand fest – zur Not schickt man sie halt zurück! Gesagt, getan! 3er-Set – eero Pro WLAN-Mesh-Systems – ist es geworden. Durch die Angebots-Woche auch nochmal um rund 25% günstiger.

Die Lieferung kam eigentlich glücklicherweise am Freitag, so dass man das Wochenende hätte nutzen könnte es sofort zu installieren. Aber ehrlich gesagt, ich hatte angst falls es nicht gleich klappt die ganze Familie im Nacken sitzen zu haben und darüber zu lästern das es nicht sofort funktioniert. Also bis Montag gewartet – bis ganze Familie aus dem Haus war – und dann entsprechend der Anleitung eins nach dem anderen installiert.

Auch wenn ich bis heute noch nicht weiß warum man alle per Kabel verbundenen Geräte usw. von der Fritzbox entfernen musste, aber es hat auf Anhieb funktioniert. Wie gesagt, alle Geräte ausgesteckt, WLAN an der Fritzbox deaktiviert, ersten Eero per Kabel angesteckt und kostenlose iOS App gestartet. Man wird Schritt-für-Schritt durch die gesamte Installation geleitet und man kann es ganz ruhig angehen lassen, die App sagt einem genau was als nächstes zu tun muss und man muss sich nicht eine lange Liste von ToDo’s durchlesen und dann aus dem Gedächtnis arbeiten – nein – eine wirklich sehr gut geführte Installation. Nach 20-25 Minuten waren alle 3 Geräte platziert und funkten fleißig drauf los. Das Tolle – wenn man die gleiche SSID (gleicher Netzwerkname) verwendet – brauchen sich alle Geräte nicht neu authentifizieren. Die Familie kam heim und alles war wie immer … eben nur schneller und stabiler!!!

Ich habe jetzt auf jeder Etage eine Kiste zu stehen und die Verbindung und der Durchsatz ist hervorragend (an allen Orten im Haus). Vielleicht erweitere ich mein System noch um eine Station für den Partyraum im Keller. Wenn jetzt das Internet weg ist rufen alle nur noch: „Unsere DSL ist offline!“ und nicht mehr das WLAN ist kaputt 😎

Meine Bewertung:
5/5
eero Pro WLAN-Mesh-Systems – 3er-Set
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Professionelle Geschwindigkeit und Konnektivität im gesamten Zuhause für alle.

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Kategorien: Technik

Heiko

Brandenburger - Deutscher - Europäer - Weltbürger

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